Skripte für Videos schreiben [6 Schritte]

In diesem Leitfaden zeige ich dir, wie du Skripte für Videos schreibst.

Und zwar nicht irgendwelche. Sondern solche, die verkaufen. Weil sie Techniken folgen, die auch die Top-Texter*innen dieser Welt verwenden.

Nach demselben Vorgehen habe ich über hundert Werbespots, Erklärvideos und Imagefilme verfasst.

Zum Beispiel für den Basketball-Bundesligisten FRAPORT SKYLINERS:

Wir haben für unseren Sportverein mit über 7.000 Mitgliedern ein Erklärvideo in Auftrag gegeben und das ist mehr Arbeit, als man glauben mag. Die Zusammenarbeit mit Meningo war amikal, unkompliziert, schnell und professionell und wir planen jetzt noch mehr! – Harald Bründlinger, FRAPORT SKYLINERS e. V.

Also: Spare Zeit und folge der Anleitung Schritt für Schritt zu erwiesenen Ergebnissen.

Lerne alles, um dein Drehbuch zu erstellen:

  • Die Fragen, die du dir oder deinen Kund*innen stellen musst.
  • Den Aufbau, dem wirksame Videos folgen.
  • Tipps für den Sprechtext und die visuelle Beschreibung.
  • Ein übersichtliches Layout.

Alle Vorlagen, Muster und Beispiele kannst du herunterladen und selbst verwenden. Versprochen!

Am Ende hast du ein fertiges AV-Skript (oder Drehbuch) in der Hand. Links das Gesprochene. Rechts das, was man sehen soll.

AV-Skript für Videos schreiben Beispiel: Links Sprechtext (Audio), rechts visuelle Beschreibung

Also: Lass uns in 7 Schritten ein Skript verfassen.

#1 Kläre das Ziel des Videos

Du brauchst ein Ziel, um zu wissen, worauf du hinarbeiten solltest.

Es entscheidet auch über die Art des Videos.

Möchtest du Produkte verkaufen? Dann eignet sich vielleicht ein Werbespot.

Bietest du komplizierte Services an? Ein Erklärvideo hilft, das Angebot zu verstehen.

Geht es dir darum, dein Unternehmen gut darzustellen, etwa in den Augen von Bewerber*innen? Ein Imagevideo ist die richtige Wahl.

Außerdem brauchst du einen Anhaltspunkt, wie lang der Clip werden soll.

Generell gilt: je kälter die Zielgruppe, desto kürzer das Video.

Zur Orientierung:

  • Für Social Media Ads als ersten Berührungspunkt eignen sich oft Teaser mit 15 bis 60 Sekunden.
  • Erklärvideos auf der Website sind meist eine bis drei Minuten lang.
  • Imagefilme können gerne auch fünf Minuten dauern.

60 Sekunden entsprechen etwa 150 Wörtern. Mit einem Online-Rechner findest du die Sprechdauer einfach heraus.

Zudem solltest du den Stil schon im Auge haben. Animierte Videos bieten mehr Freiheiten. Filme mit echten Personen sind dagegen authentischer.

Zu guter Letzt spielt auch das Budget eine Rolle. Verzichte – vor allem bei der visuellen Beschreibung – auf explodierende Autos, wenn das Geld knapp ist!

#2 Stelle die richtigen Fragen

Bevor du mit dem Tippen anfängst, lass dir Zeit für eine ausführliche Recherche.

Denn die Infos bilden das Fundament eines erfolgreichen Skripts: Statt dir Ideen aus der Nase zu ziehen, fügst du die Elemente der Recherche einfach sinnvoll zusammen. Das spart Zeit und Hirnschmalz.

Deshalb verbringe ich mindestens 50 Prozent der Drehbucherstellung mit der Recherche.

Um noch mehr Zeit zu sparen (und keine Frage zu vergessen), verwende ich einen Fragebogen.

Du kannst ihn hier kostenlos herunterladen und selbst benutzen.

Alle Fragen findest du aber auch in folgenden Abschnitten:

Fragebogen

  1. Wie lang soll das Video etwa werden?
  2. Bis wann brauchst du das Skript?
  3. In welchem Stil möchtest du das Skript verfilmen lassen?
  4. Wo liegt dein Budget für das Video?
  5. Gibt es Beispiele für Videos, die dir gut gefallen?
  1. Welche Produkte / Dienstleistungen bietest du an? Erkläre sie so genau wie möglich.
  2. Welche Vorteile genießen Menschen, die deine Produkte / Dienstleistungen nutzen?
  3. Wer ist die Konkurrenz?
  4. Was machst du anders (nicht nur „besser“) als die Konkurrenz?
  5. Nenne den einen Grund, wieso Menschen zu dir (und nicht zur Konkurrenz) gehen sollten (=USP)?
  6. Erzähle etwas über dein Unternehmen (Geschichte, Team, was euch antreibt).
  7. Gibt es Erfolgsgeschichten von Kund*innen, die wir verwenden können?
  8. Welches Werbematerial verwendet dein Unternehmen bereits?
  1. Wer ist deine Zielgruppe? Bitte beschreibe sie so genau wie möglich, etwa als Buyer Persona.
  2. Welche Probleme hat deine Zielgruppe (und wie löst dein Unternehmen sie)?
  3. Welche Fragen stellen dir (potenzielle) Kund*innen häufig?
  4. Wo sehen Menschen das Video?
  5. Welche Aktion sollen Menschen ausführen, die das Video sehen?

#3 Erstelle das Konzept für dein Skript

Wie schreibt man ein gutes Drehbuch?

Na, nach Vorlage.

Denn ein gutes Werbevideo beinhaltet bestimmte Elemente, die Menschen zu einer Aktion anregen.

Zuerst zeige ich dir, welche Inhalte in jedes Video gehören. Dann schauen wir uns konkrete Beispiele und Vorlagen an, die du kopieren kannst.

Die Bausteine für den Aufbau eines guten Konzepts

Klar: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das kennst du noch aus der Schule. Und in Drehbüchern gilt dasselbe.

Vielleicht kennst du sogar die AIDA-Formel: Bekomme die „Attention“ deiner Zielgruppe, steigere ihr „Interest“ und „Desire“ und verleite sie am Ende zu einer „Action“.

Diesem Muster folgt auch dein Videoskript.

Aber: Es gibt noch konkretere Elemente, die in fast jeden Film gehören.

Held*in

Menschen lieben Geschichten. Und jede Geschichte hat (mindestens) eine Hauptperson.

In verschiedenen Videoarten hat sie unterschiedliche Rollen.

In einem Erklärvideo identifiziert sich deine Zielgruppe mit der Hauptperson. Orientiere ihr Aussehen, ihren Charakter und ihre Situation deshalb möglichst nah an deiner Buyer Persona!

Beispiel: Du möchtest einen Erklärfilm erstellen, der deine Software für Fotograf*innen verkauft. Dann schreibe nicht:

„Alle Fotografinnen und Fotografen kennen den Aufwand der Bildbearbeitung“.

Sondern:

„Kathi sitzt mal wieder an ihrem PC, um stundenlang Bilder zu bearbeiten“.

Das ist viel anschaulicher!

Dagegen sind die Held*innen in einem Imagevideo dazu da, um Persönlichkeit und Authentizität auszustrahlen. Natürlich sind das deshalb keine fiktiven Charaktere, sondern deine echten Mitarbeiter*innen und Kund*innen.

Denke dir also jetzt eine*n Held*in aus! Die Antworten aus dem Fragebogen helfen dir dabei.

Transformation

Wie gesagt: Menschen schauen dein Video an, um eine Geschichte zu sehen.

Und die lebt nun einmal von Veränderungen.

Deshalb brauchst du einen roten Faden in deinem Storytelling: die Transformation. Am Ende muss die Situation anders sein als am Anfang des Videos.

Denke an ein Märchen: Dornröschen schläft, der Prinz küsst sie, große Party, alle sind glücklich.

In einem Erklärvideo besteht die Entwicklung meist in der Lösung eines Problems. Alex hat ein Problem, dein Produkt löst es, Alex Leben ist ohne das Problem viel besser.

In einem Imagevideo kann die Transformation auch noch weitergehen, etwa als Teil deiner Vision.

O-Ton: „Wir haben unser Unternehmen gegründet, um das Meer vom Plastik zu befreien. Über 100.000 Tonnen haben wir schon entfernt. Aber 5 Millionen Tonnen liegen noch vor uns. Begleitest du uns dabei?“.

Übrigens: Die Transformation lebt von Emotionen und konkreten Beispielen.

Sage also nicht nur:

„Serkan macht jetzt 3000 Euro mehr passiven Gewinn im Monat“.

Sondern stelle den Kontrast eindeutig dar. Wie verändert sich Serkans Leben?

„Serkan kam erschöpft von seinem Knochenjob nach Hause. Heute geht er früher in den Feierabend, um entspannte Zeit mit seiner Familie zu verbringen – ohne Geldsorgen“.

Alleinstellungsmerkmal

Der USP gehört in irgendeiner Form in jedes Video. Er unterscheidet dich mindestens von der Konkurrenz. Im besten Fall erstaunt er deine Zielgruppe auch noch so, dass sie sofort mehr über dich erfahren möchten.

Was macht dein Unternehmen oder dein Angebot einzigartig? Notiere es.

Call to Action

An das Ende jedes Videos gehört eine Aufforderung für eine Aktion.

Sage den Zuschauer*innen ganz eindeutig, was sie als Nächstes tun sollen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt sofort. Denn Kund*innen sind zu faul, um sich selbst die nächsten Schritte zu überlegen.

Der nächste Schritt sollte sie dabei natürlich immer ein wenig näher zu einem Kauf ziehen.

Häufige CTAs sind:

  • Vereinbare jetzt ein kostenloses Beratungsgespräch unter marke.de/beratung.
  • Bestelle jetzt und erhalte dein Produkt in vier Tagen.
  • Klicke auf den Link in der Beschreibung, um mehr zu erfahren.

Die folgenden Videoskript-Vorlagen beinhalten genau diese Elemente in einer erprobten Reihenfolge.

Vorlagen, um dein Skript zu schreiben

Die gute Nachricht: Du musst beim Texten nicht sonderlich kreativ werden.

Denn die besten Drehbücher folgen klaren Mustern. Die nimmst du als Ausgangspunkt, fügst deine eigene Würze hinzu – fertig ist das Videoskript.

Hier sind ein paar der erfolgreichsten Strukturen, die auch die Top-Videoagenturen verwenden. Samt Vorlagen zum Herunterladen.

Vorlage für ein Erklärvideo-Drehbuch

Möchtest du ein Skript für ein Erklärvideo schreiben? Zum Beispiel für ein komplexes Produkt oder einen neuen Service?

Dann folge am besten diesem Muster:

  1. Problem
  2. Wendepunkt
  3. Lösung
    1. USP
    2. Ein oder zwei weitere Vorteile
  4. Tolles Ergebnis der Transformation
  5. Call to Action

Ein sehr einfaches Beispiel:

  1. Mist! Alinas Flasche ist schon wieder ausgelaufen. Dabei steht bald ihre große Wanderung an.
  2. Soll sie da etwa ohne Getränk loslaufen und am Ende verdursten?
  3. Nein, Alina. Benutze lieber SuperBottle – die Trinkflasche, die niemals ausläuft.
    1. Der 3-Phasen-Verschluss verhindert, dass das Wasser den Rucksack nass macht.
    2. Und dank des extra-harten Materials bricht die Flasche auch nicht, wenn Alina stürzt.
  4. So kommt sie bestens hydriert durch ihre Wanderung – ohne dauernd anhalten zu müssen, um ihren Vorrat zu kontrollieren.
  5. Bestelle deine SuperBottle jetzt dank der 100 % Geld-zurück-Garantie risikofrei unter superbottle.de.

Lade dir das Beispiel und die Vorlage für das Erklärvideo-Skript als Word-Datei herunter.

PS: Der größte Fehler, den ich immer wieder sehe, ist ein 0815-Anfang. „Das ist Tom. Tom ist Arzt“.

Verschwende die Zeit der Zuschauer*innen nicht mit Belanglosigkeiten, die sowieso sofort klar werden.

Starte lieber gleich mitten in der Szene: „Oh Nein – Toms Arztpraxis laufen die Patient*innen davon!“.

Drehbuch für ein sehr kurzes Werbevideo erstellen

Um die Aufmerksamkeit einer kalten Zielgruppe in einer Social Media Ad zu gewinnen, bleiben dir nur wenige Sekunden.

Zeit, auf drastischere Methoden zurückzugreifen.

Ein Weg ist ein Teaser, der das Ergebnis vorwegnimmt. Zeige deiner Zielgruppe, was sie haben möchte – und erst danach, wie sie es bekommt.

Kennst du den „Wolf of Wallstreet“? Der Film startet mitten in einer eskalierenden Bürofeier. Erst danach nimmt uns Leonardo DiCaprio mit in seine Anfangszeit als strebsamer Broker. Aber da hat er uns schon längst am Haken.

So sieht ein solches Skript aus:

  1. Ergebnis der Transformation
  2. Ausgangslage
  3. Cliffhanger
  4. Call to Action

Ein Beispiel in Aktion:

  1. Wow – das erste Mal lenkt Arian einen Kleinflieger ganz allein über den Wolken. Und was für ein Ausblick das ist!
  2. Dabei sah es vor drei Monaten noch so aus, als ob er schon wieder durch die Pilotenprüfung fliegen würde.
  3. Doch in unserer Flugschule haben wir ihm den Stoff praxisnah beigebracht, sodass er mit Spaß und Erfolg lernen konnte.
  4. Klicke jetzt auf den Link in der Beschreibung, um mehr über unser Programm zu erfahren.

Auch diese Vorlage gibt es zum Download.

Die Herausforderung: Arbeite wirklich nur einen einzigen Punkt heraus, den du vermitteln möchtest.

Wie schreibt man ein Drehbuch für einen Imagefilm?

Beim Imagevideo steht deine Person oder dein Unternehmen im Vordergrund.

Aber nicht die harten Fakten interessieren Menschen. Sondern viel mehr, was euch antreibt.

Deshalb folgt ein Imagefilm dem Konzept aus „Start with Why“ von Simon Sinek.

  1. Why – Wieso dein Unternehmen das tut, was es tut (Vision).
  2. How – Wie es seine Vision erreichen möchte (Mission).
  3. What – Was es leistet und anbietet.

Das ist das Grundgerüst. Darin eingesprenkelt sind die Geschichte des Unternehmens und der Alltag der Mitarbeiter*innen.

Außerdem ist der Stil etwas anders. Du schreibst aus der Wir-Perspektive. Und nicht nur Profi-Sprecher*innen kommen zu Wort, sondern auch dein Team, etwa im Interview.

So kann das zum Beispiel aussehen:

  1. „Vor sieben Jahren war ich in Kroatien. Zum Schnorchel-Urlaub. Aber unter Wasser habe ich ausschließlich Müll gesehen. Da dachte ich: Man muss doch etwas tun können!“
  2. 2050 wird es im Meer mehr Plastik als Fische geben. Außer, wir verhindern es.
  3. Also lass uns doch einfach das Plastik wegnehmen, wo man es nicht braucht!
  4. Wir sind PlaFree. Der erste Supermarkt Liechtensteins, in dem es keine einzige Verpackung gibt.
  5. Und das ist Eva. Sie steht den ganzen Tag in ihrem kleinen Laden und zeigt dir, wie du ohne Plastik einkaufen kannst. Weil es ihr Spaß macht. Aber auch, weil sie die Welt jeden Tag ein wenig besser macht.
  6. „Ich weiß, das ist nur ein kleiner Schritt zum großen Ganzen. Aber es ist immerhin ein Schritt.“
  7. Wir laden dich ein, mit uns in eine plastikfreie Welt zu gehen. Komm vorbei!

Lade dir hier die Vorlage für das Drehbuch deines Imagefilms herunter.

Deine Aufgabe: Stelle das Konzept in Stichpunkten auf. Im nächsten Schritt geht es darum, die Struktur mit Worten zu füllen!

#4 Tipps zum Schreiben des Skripts für dein Video

Okay. Du hast dein Konzept. Aber wie schreibt man jetzt ein Skript für Werbespots und Co. genau?

Hier sind ein paar Tipps. Sie helfen Anfänger*innen, aber auch die Profis setzen sie um.

PS: Hier geht es um das Schreiben des Sprecherinnen- oder Sprechertexts. Im nächsten Abschnitt dann um die visuelle Seite deines Drehbuchs.

Schreibe einfach

Zuhören ist anstrengender als lesen.

Deshalb sollte dein Schreibstil kurz, knackig und leicht zu verstehen sein.

  • Schreibe im Aktiv: „Sarah fällt den Baum“ statt „Der Baum wird von Sarah gefällt“.
  • Begrenze dich auf Sätze mit weniger als 15 Wörtern.
  • Benutze einfache Wörter statt Fachjargon (außer, er passt zu deiner Zielgruppe).

Mit dem Tool Wortliga überprüfst du, wie leicht dein Text zu lesen ist.

Kürze gnadenlos

Du solltest deine Zuschauer*innen nicht mit Informationen überladen. Denn dann bleibt am Ende gar nichts hängen.

Konzentriere dich stattdessen auf eine Kernbotschaft und zwei bis drei weitere Vorteile. Das reicht!

Außerdem solltest du unnötigen Sprechtext herausnehmen. Lass Beschreibungen weg, die man sowieso im Video sieht: „Tom sitzt auf einer Bank“.

Benutze Bilder

Denk dran: Du erstellst ein Skript für ein Video, das jemand animieren oder darstellen muss.

Darum sollte dein Text in Bildern sprechen.

Heißt: Verzichte auf nicht-greifbares Marketing-Bla-Bla.

Wie soll man „GreenIT ist Ihr persönlicher Dienstleistungspartner“ visualisieren?

Besser wäre zum Beispiel (mit etwas Humor): „Wir arbeiten so eng mit unseren Kund*innen zusammen, dass kein Blatt zwischen uns passt. Okay. Vielleicht im übertragenden Sinne“.

Zeige Vorteile statt Eigenschaften

„Unsere Luftpumpe hat ein 12-Millimeter-Universal-Ventil“.

Okay. Und jetzt?

Eigenschaften des Produkts langweilen die Zuseher*innen. Demonstriere ihnen lieber, wie es ihr Leben verändert!

„Dank des Universal-Ventils brauchst du nur noch eine Luftpumpe im Haus. Für den Fußball, die Luftmatratze oder den Autoreifen. PumpPro passt überall!“.

Vergiss den Feinschliff nicht!

Dein Sprechtext ist noch lange nicht fertig, wenn du ihn einmal verfasst hast.

Stattdessen macht erst der Feinschliff dein Skript richtig gut.

Lies es auf jeden Fall mehrere Male laut vor. Achte dabei darauf, ob du über Begriffe stolperst, welche unnötigen Phrasen du streichen kannst und ob sich alles gut anhört.

Außerdem bekommst du durch das Vorlesen mit Stoppuhr ein Gefühl für die Länge des Videos.

Traue dich auch, noch einmal Szenen ganz zu bearbeiten oder umzuwerfen.

#5 Erstelle die visuelle Beschreibung

Die linke Spalte – das, was gesprochen wird – steht. Jetzt geht es an das Visuelle.

Das sollte eigentlich relativ schnell gehen. Schließlich hast du bereits im Sprechtext sprachliche Bilder benutzt. Die überträgst du einfach in reale Bilder.

Ein paar Beispiele aus Drehbüchern:

AudioVisuell
Oh Mann – noch 3 Tage, bis Raja ihre Steuererklärung abgeben muss. Und wie letztes Jahr läuft alles aus dem Ruder!Raja sitzt verzweifelt im Büro, umgeben von Papierstapeln und Chaos. Die Uhr an der Wand läuft im Schnelldurchlauf.
Wir stellen alles her, was man so für das Fahrrad brauchen könnte.Fahrrad in der Mitte. Außen erscheinen Icons von Klingel, Pumpe, Lampen, Reflektoren, …
Gerne begrüßen wir Sie persönlich in unserem Hauptquartier.POV: Geschäftsfrau hält Tür des Haupteingangs auf, bittet Zuseher*in herein.

Mein Tipp: Schreibe lieber grobe Ideen als detailreiche Anweisungen, was zu sehen sein soll. Videograf*innen wissen besser als du, wie eine Szene gut darzustellen ist.

#6 Erstelle die finale Fassung

Fast ist es fertig, dein einfaches Skript. Aber was kommt jetzt noch alles in dein Drehbuch?

Hier die Checkliste:

  • Ein Deckblatt mit Name und Art des Projekts, Länge des Films und Projektrahmen
  • Audio-Anweisungen: Wie werden bestimmte Wörter ausgesprochen? Soll natürlich, schnell, aufgeregt geredet werden?
  • Video-Anweisungen: Welcher Stil? Welche Farben benutzen? Liefere am besten Beispiele!
  • Das fertige AV-Skript

Layout-Vorlage für dein komplettes Drehbuch

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